Vienna Trouble Crew
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Last Update 07.04.2017 | Contact us | © 2017 Adalbert Musil

Das war der Frühjahrstörn 2017 !!!

Kein Zuwachs mehr, bis zur letzten Sekunde. So sind 2 Jachten mit jeweils 3  Seglern von Rogac am 06.05.2017 gestartet. Doch die Anreise hat bereits am  05.05.2017 stattgefunden. “Zwerg” Christian hat “X-Large” Herbert und  “Papageno” Gerhard aus dem Burgenland abgeholt, während “Vurwind-”Harry  und “Zangler” Bertl Ihr drittes Crewmitglied Chris am Flughafen Wien  Schwechat aufgelesen haben. Beide Teams haben sich dann in Split an der  Fährschiff-Anlegestelle getroffen. Nach durch  gute Nahrung verkürzter Wartezeit, ging es  mit der Fähre nach Solta, wo Herbert das  gebuchte Appartement doch nicht so leicht  fand wie er geglaubt hatte. Die “Villa Fendi”,  im in ein paar Kilometer von Rogac  entfernten Ferienort Necujam, ist nur wenige  100 Meter vom Ufer entfernt und wird von  dem im Erdgeschoß wohnenden Ehepaar und Hauseigentümern betreut. Sofort  nach unserem Eintreffen hat uns die familiere und amikale Art der Vermieter  regelrecht angesprungen! Begrüßungsdrunk und Kennenlerngespräch im  Wohnzimmer der Hausherrin und Ihrem Ehemann, “kleine” kalte Platten im  Kühlschrank des Appartements und nicht zu vergessen die 2 Flaschen Roten  vom Hauswein. Und morgens noch eine Kanne Kaffee. Die Chefin hat uns  augenscheinlich schnell in Ihr gesellschaftssuchendes Mutterherz geschlossen.  Die Besonneneren unter uns wollten die kalten Platten für das Frühstück  aufsparen, doch Irgendwer hat davon gekostet. Dann war der Bann gebrochen  und innerhalb weniger Minuten haben sechs eigentlich müde und satte Männer  nur mehr schmutziges Porzellan, Brösel und Rotweinflecken hinterlassen.  Rogac ist ein kleiner Hafen mit einer verhältnismäßig großen Tankstelle, einem  Fähranlegeplatz und einem Vercharterer. Das Auto kann zum Umladen direkt  beim Boot abgestellt werden, später steht es etwa 5 bis 300 Meter (andere  Buchtseite) entfernt. Toiletten und Duschen in der Conoba neben der  Tankstelle. Alles sehr übersichtlich und ruhig. Der “Taucher” scheint gleichzeitig auch Bürgermeister, Hafenkapitän, Schiffseinweiser und agiler Dorfältester zu  sein. Die Schiffsreinigung übernimmt die Dorfjugend aus Rogac und  Umgebung, ncht ohne ihre zur Anreise notwendigen Drahtesel und Mofas  geschickt hinter den Hafenbaracken zu verstecken. Alles ein Bisschen wie im  vorigen Jahrtausend. Das wurde noch deutlicher, als die zugesagten 1 Gbyte  WiFi an Board nicht geliefert werden konnten, da die dafür zuständigen,  erwarteten Handys immer noch erwartet wurden. Aber auf der Himalaya gab es  als Entschädigung statt Internet ein “Fucking-Net”. Das war unser Name für das  ansonsten, bei Familientörns oder Hundemitnehmern gute Dienste leistende  Ausstattungszubehör. Auch die im Internet feilgebotenen neuen Segel werden  wohl erst am Ende der Saison montiert werden. 
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Aber die alten Segel taten es auch. Ein guter Übergang, um  meinen Bericht nun der Jacht selbst zuzuwenden:  Beneteau Cyclades 43.4 Chris hat, als er erfahren hat, daß es sich um ein  französisches Bauteil handelt, händeringend englische  Schimpfwörter versprüht die ich nicht zu übersetzten vermag  oder kenne. Jedoch hat die “Grand Dame” ein extraordinär  gutes Segelverhalten, sowohl bei Leichtwind, als auch bei  Starkwind gezeigt. Bei letzterem ist man mit Einsatz der  Reffleinen gut beraten. Hier gilt: Vorsicht ist die Mutter der  Porzellankiste. Das kleine 2er-Reff kann oftmals mit einer  gerefften Genua unterstützt werden, was die Jacht mit  ausgeglichenerem Steuerverhalten goutiert. Die Steuerräder  sind, wenn man die benötigten Kraftanstrengungen auswertet,  wohl etwas zu klein, aber das Ruder setzt sich auch bei  starkem Seegang gut durch. Mit voller Hose ist gut stinken,  wenn ich über das  Raumangebot referiere. 4 Kajüten, 2  Nasszellen, Pantry mit genug Ausstattung und Stauraum für 8  Personen, wenn man es gewohnt ist. Highlight: Die gelungene  Kraftverteilung des Mastes im Lebensraum unter Deck. Die Nasszellen sind  erheblich komfortabler (größer) als üblich. Fast “normale” Toilettensitze  erlauben auch  größeren Arschlöchern mitsamt fleischlicher Karosserie ein  gemütliches Andocken an denselben. Und wer schon einmal an Bord geduscht hat wird sich über die ausbleibenden Stossungen mit Ellbogen, Knien und  sonstigen abstehenden, herumwirbelnden Körperteilen nur freuen. 2 mal 300  Liter Wassertank konnten von uns Dreien nicht aufgebraucht werden. Der  Eiserne ist mit 52 PS grenzlastig kalkuliert. Die montierte Schraube konnte im  Hafen Makarska mit seiner Kraft einem Jugo von 25 Knoten im Retourgang  gerade die Position halten. Dazu kam starker Radeffekt (nach Backbord). Im  Vorwärtsgang keine Probleme. Das Wetter war durchwachsen, eigentlich hat es fast jeden Tag geregnet,  meistens im Laufe der Nacht. Am Dienstag sogar Hagel in Slano. Aus  irgendeinem Grund waren wir dort bereits um 12:57 fest, als nachher das  Donnerwetter losging. Fazit: Ich könnte ein Buch über diesen Törn schreiben. Tolle Erlebnisse, tolles  Essen, tolle Weine, tolle Wellen, tolle Winde, tolle Sonne, tolle Wolkenbrüche,  tolle Freunde, Yacht in sehr gutem Zustand, ganz Kroatien freut sich  augenscheinlich auf die endlich beginnende Saison, toller Service, tolles  Lachen, tolle Menschen und gute Stimmung. Ich kann diesen Termin nur weiterempfehlen. Auch SailingEuropeCharter  Rogac kann ich empfehlen, vor allem für erfahrenere Skipper, die sich nicht im  Trubel zeigen müssen, sich noch an “fur zwanzig Johr” erinnern können und  nicht als erstes die Internetverbindung checken, meint Euer “Zangler” Bertl
Nächster VTC-Event: Treffen am 31.05.17, 1700, wie immer beim Brandauer, eventuell schon im Freien !!