Zur Erinnerung an Josef Stadler Der Rückblick! Begonnen hat alles vor vierundsechzig Joaren, da wurde der Josef Stadler geboren. Er kam kerngesund als kleiner Held, als schnuckeliges Baby, auf diese Welt. Wuchs auf in Floridsdorf, und war da bekannt, als netter Lausbub und auch sehr charmant. Hat sich dann im Sportclub als Ringer gestellt, und manch einen Gegner, einfach niedergefällt. War spitze beim Schifahren, Klettern und Radln, aber auch sehr beliebt, bei so manch´ hübschen Madln. Mit anderen Worten gesagt, war er schon, doch eine richtige Sportskanon. Er war dann auch ziemlich oft weit fort, privat oder geschäftlich, da und dort, dadurch in vielen Ländern, wie zu Haus, eine Sprache zu lernen, machte ihm gar nichts aus. Für Berthold & Stempel, war er auch hinterm Ural, hatte alles im Griff, das war ganz normal. Ich selbst war dabei, und hab dieses Geschehen, mit ihm miterlebt, und auch vieles gesehen. Und speziell, in technischen Sachen, da konnte ihm niemand etwas vormachen. Da hat er ziemlich alles gewusst, das war auch Jedermann bewusst. Drum war fürs Service er der Leiter, bei Heidelberg in Österreich, und noch viel weiter, bis Wladiwostok ist´s gegangen, soweit san´s gfoan, seine Service Mannen. Ja und Frau Winkler, vom Büro, war Sekretärin, da war er auch froh, die hat der Sepp ins Herz geschlossen und war dadurch auch nicht verdrossen, den Klassiker zu ihr zu sagen, das durfte sonst überhaupt niemand wagen, „Frau Winkler, dringend, kommen sie bitte, ich habe beim Kunden eine Visite, sie spitze bitte ihren Blei, und eile zum Diktat herbei, es ist zum Kasperln keine Zeit, des Mail muaß auße, dringend, heit“. Er hat oft gesprochen wie ein Dozent, und hat selbst gegeben immer hundert Prozent. Hat immer die Leistung voran getrieben, und ist aber trotzdem ein Mensch geblieben. Und war ein Problem so richtig hoart, dann warst du beim Sepp am richtigen Ort. Er hat dir geholfen was immer es war, und meistens danach, war dann „alles klar“. Ihn hat der Mut auch niemals verlassen, dem Zufall zu trotzen, und ihm nichts überlassen. Bekannt war der Sepp für seinen guten Humor, den er bis zum letzten Tag, nie verlor. Oft sind wir gesessen bei an Bier oder an Wein, haben Blödsinn geredet und gelacht, das war fein. Der Sepp hat auch, nach Abenteuer gesucht, damit er die hat, eine Yacht gebucht. Er ist dann ein Segler, ein Skipper geworden, dafür hätt Lord Nelson, im verliehen einen Orden. Denn wenn ein Sturm grad, blies herunter, dann wurde der Sepp erst richtig munter. Wenn andere schon lange verließ der Mut, fuhr er mit dem Boot erst recht in die Flut und rief hinaus mit voller Freid, „Holodaro die rennt heit gscheit“. So sind wir gefahren mit dem Segelboot, von früh am Morgen bis zum Abendrot. Ich hab einen Bruchteil, heute wiedergegeben, was mir zuteil kam, von seinem Leben. Der Tod ist am Ende, viel zu schnell gekommen, und hat den Sepp, uns weggenommen. Ich trauere mit der Familie, wirklich sehr, und weiß auch genau, ihr habt es ganz schwer. Als Papa, als Mann, als Freund und Kollege sind wir gegangen gemeinsame Wege und sollten es sehen als großes Glück, dass wir ihn begleitet haben, ein Stück. Und sollt es den Himmel wirklich geben, dann ist er dort oben nach diesem Leben, hört die Geschichten, die ich vorgebracht, ist äußerst zufrieden, schaut runter und lacht. Er hat unseren Weg viel zu früh geräumt, Er war mein allerbester Freund. 15.05.1948 – 26.09.2012 Zum Anlass der Beerdigungs-Zeremonie von Josef Stadler, am 5.Oktober 2012 Gereimt und vorgetragen von Andreas Kotik